Texteditoren legen beim Öffnen von Dateien Swap-Files an. Wenn sie aufgrund eines Fehlers nicht korrekt geschlossen werden, bleiben diese Swap-Files auf der Platte liegen.

Während das in lokalen Verzeichnissen lediglich für Unordnung sorgt, kann daraus im Web-Bereich eine veritable Sicherheitslücke entstehen. So liegen beispielsweise in Dateien wie wp-admin.php.swp Passwörter zur Datenbank für jeden offen.

Laut diesem Artikel, der das Problem noch einmal in aller Ausführlichkeit erklärt, ist davon fast ein Prozent aller CMS-betriebenen Seiten betroffen:

1% of CMS-Powered Sites Expose Their Database Passwords

Ein spannender Vortrag auf DRadio Wissen über die harte Arbeit der Selbstbeherschnung:

In the future we are just fantastic. The problem is: We never get to live in the future. We get to live in the presence, and in the presence we fall for temptation time after time after time.

Dan Ariely: Die Kunst, sich selbst auszutricksen

24.01.2013 - 08:30

Barrierefreiheit für Webseiten

Im Software-Architektur-Podcast von heise Developer ging es in der letzten Folge um Barrierefreiheit (nicht nur) von Webseiten. Besonders interessant für mich: Barrierefreiheit ist kein Thema, das man erst angehen muss, wenn alles andere fertig ist. Artur Ortega, der als Gast in der Sendung war, erklärt, warum sie schon am Anfang der Planung stehen sollte:

SoftwareArchitekTOUR: Barrierefreiheit

Bei Artikeln, in denen auf Berlin geschimpft wird, muss man ja meist befürchten, dass da nur jemand seinen privaten Frust über den letzten Hundehaufen, in den getreten ist, vor seinen Lesern abreagiert. Aber wenn das in eine so gekonnte Schimpftirade ausartet, in der niemand verschont wird, und die so treffend wie böse ist wie diese Abrechnung mit Berlin von Tyll Schönemann, ist das durchaus lesenswert:

Die Verwahrlosung zeigt sich allerorten. Und wenn man etwas Positives darin sehen will, dann allenfalls, dass sie keine Klassenunterschiede kennt. Sie zeigt sich in vermüllten Parks ebenso wie auf den Straßen, wo Autofahrer ihre Blinker nicht finden und Bei-Rot-Fahren zur Regel wird. Sie zeigt sich an einem Berliner Wahrzeichen wie der Oberbaumbrücke, das sich bei näherem Hinriechen als Pissrinne nächtlicher Touristenhorden entpuppt, die Berlin zunehmend zum Ballermann Europas machen. Sie zeigt sich in Edelboutiquen auf dem Ku'damm, wo Verkäuferinnen aus dem Blondinen-Katalog und mit hervorragenden Russisch-Kenntnissen beim Kundengespräch sitzen bleiben.

Tyll Schönemann: Berlin adé! - Schnauze voll

17.01.2013 - 13:10

Die Zufälligkeit des Erfolgs

Wer schon einmal nach längerer Arbeit etwas vollendet hat - egal ob ein Buch, ein veröffentlichter Aufsatz, ein Blogartikel oder ähnliches - und damit Erfolg hat, kennt das Gefühl: Der Erfolg ist nichts, was man nun besitzt und in Zukunft nutzen kann. Beim nächsten Versuch steht man mit genauso leeren Händen da wie beim ersten. Vielleicht hat man nun einen größeren Vertrauensvorschuss bei seinen Lesern, aber im Grunde kann jeder weitere Versuch genauso schief gehen wie der erste.

Schlimmer noch: War man mehrmals erfolgreich, wächst die Gefahr, sich gründlich und immer wieder zu blamieren, weil sich nur wenige Menschen genug eigenes Urteilsvermögen zutrauen, um dem einstmals Erfolgreichen offen zu sagen, wo er später versagt.

Über diese Nutzlosigkeit und Zufälligkeit des Erfolgs schreibt Constantin Seibt in seinem Blog Deadline:

Vielleicht ist Erfolg deshalb eine Enttäuschung: Er hat fast nichts mit dir zu tun. Denn Erfolg ist akzidentiell. Er ist eine Zutat, die nicht in der Arbeit selbst steckt. Im Grund zieht man als Journalist mit jedem Artikel ein Los. Die meisten sind Nieten. Mit anderen gewinnt man ein ein grosses oder kleines Echo.

Constantin Seibt: Erfolgsrezepte

16.01.2013 - 18:48

Outsourcing für Anfänger

So kann man sich Arbeit sparen: Die BBC berichtet über einen Softwareentwickler, der mal eben seinen eigenen Job nach China geoutsourced hat:

US employee 'outsourced job to China'

Angeblich hat er das nicht nur bei einer einzigen, sondern bei mehreren Firmen gleichzeitig gemacht. Wäre er damit ehrlich umgegangen, hätte das die Basis für ein erfolgreiches eigenes Unternehmen sein können.